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Ein Song, ein Tag!

Es gibt für den Begriff Junkrock keine offizielle Definition, und wenn es sie gäbe, wäre sie falsch.

Frank kam zuerst mit diesem Begriff an als er meinte, man sollte beim Aufnehmen eines Songs nicht mehr soviel Zirkus machen. Kurz gesagt: ein Song, ein Tag.

Du schläfst erst mal gut aus und fängst dann ganz langsam an was aufzunehmen. Dabei baust du dir den Song so auf, wie es gerade kommt. Länge, Instrumentierung, Anzahl der Strophen und so wird nicht vorher festgelegt, sondern ergibt sich im Laufe des Tages. Es wird nicht 21 mal der Refrain gesungen bis er sitzt und das Mikro muss auch keine 500 Euro kosten. Du nimmst das so auf wie du es gerade drauf hast, mit dem, was du gerade an Equipment da hast, und wenn mal ein Ton nicht stimmt, dann ist das eben so.

Auch beim "Fun-Mastern" ist eher die Stimmung wichtig und nicht der technische Overkill. Klar, hinterher kriegt du gesagt, die Aufnahme ist zu matschig oder der Gesang ist zu leise, und überhaupt müsst ihr am Gesang was machen, oder das sind mir zu viele Gitarren, das ist mir zu überladen, oder das ist ja alles viel zu basslastig, oder da ist zu viel Hall drauf, oder da ist nicht genug Trennung im Mix. Richtig, sagen die Jungs, genau so ist es!

Und schöne Grüße in den Knast an unseren Bruder im Geiste Phil Spector, dem Erfinder des WALL OF SOUND.

Junkrock ist wie Junkfood: schnell gemacht, billig, schwer verdaulich.

Irgendwelche Lorbeeren ernten kannst du damit natürlich auch nicht, weder bei wirklich guten Köchen noch bei wirklich guten Musikern.

Sei´s drum!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

that's Junkrock